Feuernächte

Die Flammen schlugen hoch und die Funken flogen in den dunklen Nachthimmel, als Michael zum letzten Mal in den Park kam. Er hatte drei unvergessliche Wochen in Madrid verbracht, viele faszinierende Menschen getroffen. Am nächsten Morgen wollte er weiterfahren. Wohin würde sich zeigen. Er liebäugelte mit Nordafrika, falls sich eine Gelegenheit bot, das Mittelmeer zu überqueren. Aber das war die Zukunft. In dieser Nacht lebte die Vergangenheit auf. Caleb aus den USA erzählte von seiner Zeit bei den Cowboys der blauen Berge. Wie er beim Viehtrieb geholfen hatte, umgeben von Rindern, deren Hufe auf die trockene Erde donnerten, wie die Bässe seiner Stereoanlage. Das Gefühl im Magen war das gleiche. Die jungen Leute im Park lauschten Calebs Stimme und befanden sich mit ihm in den blauen Bergen. Sie nahmen den scharfen Schweißgeruch der Tiere war, hörten das Heulen der Kojoten in der Prärie und die rauhen Rufe der Männer auf ihren wendigen Pferden. Michael blieb die ganze Nacht. Entrückt von Geschichten und Musik liess er sich treiben.

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